Jul 192012
 

Nachdem im ersten Teil die Standorte, Mengen und die einzelnen Leuchtenarten festgelegt wurden, geht es daran die Stromversorgung herzustellen. Mit all den Informationen aus der Planungsphase heißt es nun die optimale Verteilung der Stromquellen vorzunehmen, die ebenfalls mit Strom versorgt werden müssen. Das bedeutet man muss eine gewisse Menge an Kabeln durch den eigenen Garten führen. Wer hier bei der Gartenplanung noch nicht vorgesorgt hat, muss die notwendige Infrastruktur dann leider nachträglich hinzufügen. Den meisten Heimgärtner geht es wohl so, da Gärten nicht als Projekt geplant werden. Sie werden nach und nach ausgebaut, was generell auch keine schlechte Idee ist. Natürlich kann man die Stromversorgung einfach und schnell über eine sogenannte Schukosteckdose, die das Kabel vom Haus aus in den Garten führt, herstellen. Allerdings hat man dann das Problem, dass diese Kabel überirdisch durch den Garten führen. Das kann beim Rasenmähen oder auch bei anderen Arbeiten zu Problemen führen. Die beste Wahl ist daher das Verlegen der Kabel in der Erde.

Kabelverlegung vorausschauend planen

Auch wenn man das Thema Gartenbeleuchtung am Anfang eines Hausbaus oder neue angelegte Gartens nicht unbedingt hoch priorisiert, ist es vom Vorteil wenn man zumindest das Thema Kabel für Gartenbeleuchtung in die Gartenplanung mit einbezieht. Die zwei einfachsten Möglichkeiten dafür vorzusorgen sind:

1. Verlegung eines Erdkabels

Hierbei wird ein NYY Erdkabel durch den Garten gelegt. Dieses muss mit ausreichend Adern versehen sein, um möglichst alle Leuchten versorgen zu können. Die ideale Gartenbeleuchtung besteht mobilen und immobilen Lichtquellen.

2. Leerrohre

Die andere Möglichkeit ist das Verlegen von Leerrohren. Bei der Verlegung sollte man darauf achten, dass die Rohre eine Nennweite vom 50mm nicht unterschreiten. Idealer sind Nennweiten von 100mm. So kann man im Voraus mit einfachen Mitteln, die Verkabelung des eigenen Gartens vorbereiten.

HINWEIS: Bei beiden Varianten ist es ratsam die verlegten Kabel oder Rohre in die gemachte Skizze einzuzeichnen, um auch nach Jahren noch zu wissen wo sich diese Objekte im Erdreich befinden.

Steckdosenverteilung für die Gartenbeleuchtung

Hat man einen Plan für die Verkabelung der einzelnen Lichtquellen im Garten aufgestellt, sollte es im nächsten Schritt darum gehen einzelne Stromquellen aufzustellen. Dabei kommt es vor allem auf die effiziente Verteilung der einzelnen Steckdosen an, damit nicht der gesamte Garten einer Hightech Landschaft gleicht. Dafür muss man darauf achten, dass die Steckdosen so verteilt werden, dass sie entweder für das Auge schwer auszumachen sind oder sich gut in das Gartenbild einfügen. Nichts ist störender als eine auffällige Steckerleiste in einem blühenden Blumenbeet.

Mobile Steckdosen

Die mobilen Steckdosen für den Garten sind die kostengünstigste Variante und bieten dennoch enorme Vorteile. Meist sind diese Stromverteiler mit zwei bis vier einzelnen Steckdosen versehen und werden durch ein Erdkabel mit Energie versorgt. Die einfache Montage mittels eines Erdspießes ermöglicht das unkomplizierte positionieren. Man sollte außerdem darauf achten, dass man wassergeschützte Produkte benutzt, damit Witterungsschäden auszuschließen sind.

Steckdosensäulen

Diese Variante ist auch für ein optisches Highlight im Garten gut und verbindet so Funktionalität und Ästhetik. Meist sitzen die einzelnen Steckdosen hinter einer attraktiven Verkleidung und versorgen so ortsveränderliche Stromabnehmer wie Strahler mit Erdspießen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit das Erdkabel unterirdisch an die Säule anzuschließen, so dass kein Kabel die Optik des Gartens stören kann.

Kabelführung und Sicherheit

Bei allen Ansprüchen, die man an die Optik des Gartens stellt, sollte man nicht außer Acht lassen, dass hier mit Strom gearbeitet wird, der bei falscher Handhabung gesundheitsschädlich sein kann. Um Kabel nicht lose im Garten zu verlegen kann man vorhandene Strukturen wie Mauern und Zäune dafür benutzen, die Kabel versteckt durch den Garten zu legen. So kann man auch ebenfalls Steckdosen dort an diesen Kabeln montieren, wo sie gebraucht werden.

Um die Sicherheit des Gärtners zu gewährleisten sollte ein sogenannter FI Schutzschalter dem gesamten Gartenbeleuchtungssystem vorgeschaltet werden.

Freiliegende Kabel sollten, wie bereits bemerkt, vermieden werden. Sollte es doch notwendig sein freiliegende Kabel einzusetzen sollten diese erstens so verlegt werden, dass sie bei Gartenarbeiten nicht beschädigt werden können und zweitens sollten sie witterungsbeständig sein.

Die angesprochenen Erdkabel mit der Bezeichnung NYY sollten direkt im Erdreich verlegt werden. In etwa 60-80cm Tiefe sollten sie verlaufen und auf einem Kiesbett verlegt werden. Zusätzlich ist der Einsatz von Kabelabdeckhauben zu empfehlen. Auf das Kabel sollte man ein rot-weißes Warnband einziehen, bevor das restliche Erdreich dieses verdeckt. Empfehlenswert ist ebenfalls das Einzeichnen des Lageortes des Erdkabels im Gartenplan, um auch nach Jahren zu wissen wo dieses verlegt wurde.

Damit sollte die Versorgung der Gartenbeleuchtung mit Strom gewährleistet sein. Dazu ist etwas Aufwand und Mühe notwendig, um seine Gartenleuchten zum Glühen zu bringen. Wer sich aber gerne ein wenig Aufwand, v.a. bei der Kabelverlegung sparen möchte greift zu steckfertigen Systemen.

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